Ohne Fachchinesisch

Finanzierungs-Glossar: verständlich erklärt.

Banken reden gern kompliziert. Hier stehen die wichtigsten Begriffe rund um Ihre Immobilienfinanzierung in normalem Deutsch – kurz, ehrlich und ohne Verkaufsabsicht.

Die wichtigsten Begriffe

16 Begriffe, die in jedem Bankgespräch fallen

Sie müssen nichts davon auswendig können. Im Gespräch erkläre ich Ihnen alles, was für Ihren Fall wichtig ist.

Annuität

Die Annuität ist Ihre gleichbleibende Rate. Sie besteht aus zwei Teilen: Zinsen für die Bank und Tilgung, mit der Sie Ihre Schuld abbauen. Die Rate bleibt gleich – aber im Laufe der Jahre wandert immer mehr davon in die Tilgung und immer weniger in die Zinsen.

Sollzins und Effektivzins

Der Sollzins ist der reine Zins auf Ihr Darlehen. Der Effektivzins rechnet zusätzlich die Nebenkosten der Finanzierung mit ein und ist deshalb etwas höher. Beim Vergleich verschiedener Angebote zählt der Effektivzins.

Tilgung

Der Anteil Ihrer Rate, mit dem Sie die Schuld tatsächlich abbezahlen. Eine höhere anfängliche Tilgung bedeutet eine höhere Rate, aber Sie sind schneller schuldenfrei und zahlen insgesamt weniger Zinsen.

Zinsbindung

Der Zeitraum, für den Ihr Zinssatz garantiert festgeschrieben ist – üblich sind 10, 15 oder 20 Jahre. Danach wird neu verhandelt. Eine lange Bindung gibt Sicherheit, eine kurze mehr Flexibilität.

Eigenkapital

Das Geld, das Sie selbst mitbringen: Erspartes, Bausparguthaben, manchmal auch Eigenleistung beim Bau. Je mehr Eigenkapital, desto besser meist die Konditionen – weil das Risiko der Bank sinkt.

Kaufnebenkosten

Kosten, die zusätzlich zum Kaufpreis anfallen: Grunderwerbsteuer, Notar und Grundbuch, gegebenenfalls Maklerprovision. Sie müssen in der Regel aus eigenen Mitteln bezahlt werden und lassen sich meist nicht mitfinanzieren.

Beleihungswert

Der Wert, den die Bank Ihrer Immobilie zuschreibt – häufig etwas unter dem Kaufpreis. Er ist die Grundlage dafür, wie viel die Bank überhaupt finanziert.

Beleihungsauslauf

Das Verhältnis zwischen Darlehen und Beleihungswert, angegeben in Prozent. Je niedriger dieser Wert, desto günstiger fällt der Zins meist aus.

Grundschuld

Die Sicherheit der Bank. Sie wird ins Grundbuch eingetragen und gibt der Bank das Recht, die Immobilie zu verwerten, falls Sie dauerhaft nicht zahlen können. Ganz normaler Bestandteil jeder Immobilienfinanzierung.

Sondertilgung

Das Recht, zusätzlich zur normalen Rate außerplanmäßig Geld zurückzuzahlen – zum Beispiel bei einer Bonuszahlung. Viele Banken erlauben jährlich einen bestimmten Prozentsatz kostenfrei.

Anschlussfinanzierung

Die Finanzierung, die nach Ablauf Ihrer Zinsbindung folgt. Sie können bei Ihrer Bank verlängern oder zu einer anderen wechseln – der Vergleich lohnt sich fast immer.

Forward-Darlehen

Damit sichern Sie sich den heutigen Zins für eine Anschlussfinanzierung, die erst in einigen Jahren beginnt – je nach Bank bis zu etwa 36 Monate im Voraus. Sinnvoll, wenn Sie steigende Zinsen erwarten.

Bonität

Die Einschätzung der Bank, wie zuverlässig Sie Ihre Raten zahlen können. Dabei zählen Einkommen, bestehende Verpflichtungen und Ihre Zahlungshistorie.

Haushaltsrechnung

Eine Gegenüberstellung Ihrer Einnahmen und Ausgaben. Die Bank rechnet mit Pauschalen für den Lebensunterhalt und prüft, wie viel Rate realistisch übrig bleibt.

KfW-Darlehen

Förderdarlehen der staatlichen KfW-Bank, oft zu vergünstigten Konditionen – zum Beispiel für energieeffizientes Bauen oder Sanieren. Sie werden über Ihre Bank beantragt, nicht direkt bei der KfW.

Bereitstellungszinsen

Gebühren, die anfallen, wenn Ihr Darlehen bewilligt ist, aber noch nicht abgerufen wurde – typisch beim Neubau. Wie lange sie entfallen, ist verhandelbar.

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