Die Frage „Wie viel Haus kann ich mir leisten?" beantwortet sich über zwei Größen: die monatliche Rate, die Sie dauerhaft tragen können, und das Eigenkapital, das Sie einbringen. Aus beidem ergibt sich der mögliche Kaufpreis – abzüglich der Kaufnebenkosten.
Viele starten bei der Immobiliensuche mit dem Kaufpreis und rechnen rückwärts. Sinnvoller ist der umgekehrte Weg: erst das eigene Budget realistisch bestimmen, dann gezielt nach passenden Objekten suchen. Das erspart Enttäuschungen und schützt vor einer Finanzierung, die später eng wird.
Schritt 1: Die tragbare monatliche Rate ermitteln
Grundlage ist Ihre Haushaltsrechnung. Stellen Sie Ihren monatlichen Nettoeinnahmen alle regelmäßigen Ausgaben gegenüber – Lebenshaltung, Versicherungen, Mobilität, bestehende Kredite, Sparraten. Was dauerhaft übrig bleibt, steht grundsätzlich für die Finanzierungsrate zur Verfügung.
Als grobe Orientierung gilt häufig, dass die Wohnkosten rund 35 Prozent des Nettoeinkommens nicht dauerhaft überschreiten sollten. Diese Faustregel ersetzt aber keine individuelle Betrachtung: Wer sparsam lebt, kann mehr stemmen; bei hohen Fixkosten ist weniger sinnvoll.
Denken Sie daran, dass die bisherige Miete entfällt – dafür kommen als Eigentümer neue Posten hinzu, etwa Rücklagen für Instandhaltung und das Hausgeld bei Eigentumswohnungen.
Schritt 2: Von der Rate zur Darlehenssumme
Aus der monatlichen Rate lässt sich die mögliche Darlehenssumme ableiten. Entscheidend sind drei Faktoren:
- Sollzins: je niedriger, desto höher die mögliche Summe bei gleicher Rate.
- Anfängliche Tilgung: eine höhere Tilgung bedeutet schnellere Entschuldung, aber eine höhere Rate. Wie Sie die passende Höhe wählen, lesen Sie im Tilgungs-Ratgeber.
- Zinsbindung: sie bestimmt, wie lange der Zins fest kalkulierbar bleibt.
Mit dem Finanzierungsrechner auf der Startseite können Sie verschiedene Raten und Tilgungssätze unverbindlich durchspielen und sehen sofort, wie sich die mögliche Darlehenssumme verändert.
Schritt 3: Eigenkapital hinzurechnen
Ihr möglicher Kaufpreis ergibt sich grob aus der Darlehenssumme plus Ihrem Eigenkapital, abzüglich der Kaufnebenkosten. Je mehr Eigenkapital Sie einbringen, desto höher der mögliche Kaufpreis – und desto besser in der Regel Ihre Zinskonditionen, weil das Risiko für den Kreditgeber sinkt.
Idealerweise decken Sie mindestens die Kaufnebenkosten aus eigenen Mitteln. Wie viel Eigenkapital darüber hinaus sinnvoll ist, erklärt der Ratgeber zum Eigenkapital. Dass ein Kauf unter bestimmten Voraussetzungen auch mit wenig oder ohne Eigenkapital möglich ist, lesen Sie im Beitrag Baufinanzierung ohne Eigenkapital.
Eine Beispielrechnung zur Orientierung
Das folgende Rechenbeispiel dient ausschließlich der Veranschaulichung und ist keine verbindliche Zusage – Ihre tatsächlichen Konditionen hängen von Einkommen, Bonität, Objekt und dem aktuellen Zinsumfeld ab.
Angenommen, eine monatliche Rate von 1.200 Euro ist für einen Haushalt dauerhaft tragbar. Je nach Zins und gewählter Tilgung ergibt sich daraus eine Darlehenssumme in einer bestimmten Größenordnung. Kommen beispielsweise 60.000 Euro Eigenkapital hinzu, von denen ein Teil die Kaufnebenkosten deckt, lässt sich daraus ein realistischer Kaufpreisrahmen ableiten. Genau diese individuelle Rechnung stellen wir im Beratungsgespräch gemeinsam auf – mit echten, tagesaktuellen Konditionen statt grober Annahmen.
Puffer einplanen – nicht bis ans Limit gehen
Ein häufiger Fehler ist, das Budget vollständig auszureizen. Besser ist ein bewusster Puffer: für Instandhaltung, für mögliche Zinsänderungen bei der späteren Anschlussfinanzierung und für unvorhergesehene Ausgaben. Eine gute Finanzierung bleibt auch dann tragbar, wenn sich die Lebenssituation verändert.
Warum sich der Vergleich lohnt
Wie viel Sie sich leisten können, hängt stark von den Konditionen ab – und die unterscheiden sich von Kreditgeber zu Kreditgeber deutlich. Als unabhängige Finanzierungsvermittlung mit Zugang zu über 550 Kreditgebern finden wir das Angebot, das zu Ihrem Budget passt, statt nur das eine Angebot der Hausbank. Wie der gesamte Weg abläuft, zeigt der Ratgeber zum Ablauf einer Baufinanzierung.
Häufige Fragen
Als grobe Orientierung gilt häufig, dass die Wohnkosten rund 35 Prozent des monatlichen Nettoeinkommens nicht dauerhaft überschreiten sollten. Entscheidend ist aber Ihre persönliche Haushaltsrechnung, nicht eine starre Prozentzahl.
Die mögliche Darlehenssumme hängt von Rate, Sollzins und anfänglicher Tilgung ab. Je niedriger der Zins und je länger die Laufzeit, desto höher die Summe bei gleicher Rate. Ein Finanzierungsrechner liefert dafür eine erste Orientierung.
Eigenkapital erhöht Ihren möglichen Kaufpreis und verbessert in der Regel die Zinskonditionen, weil das Risiko für den Kreditgeber sinkt. Mindestens die Kaufnebenkosten sollten idealerweise aus eigenen Mitteln gedeckt sein.
Davon ist eher abzuraten. Planen Sie einen Puffer für Instandhaltung, Zinsänderungen bei der Anschlussfinanzierung und unvorhergesehene Ausgaben ein. Eine Finanzierung sollte auch in schwierigeren Zeiten tragbar bleiben.
Ihr Budget gemeinsam bestimmen
Statt mit Faustregeln zu schätzen, rechnen wir Ihr Budget mit echten Konditionen durch – unverbindlich und kostenlos. Als Finanzierungsvermittler mit Zulassung nach § 34i GewO begleite ich Sie von der ersten Einschätzung bis zur passenden Finanzierung im Zollernalbkreis.